Viele Musikliebhaber schätzen den Klang der legendären Röhrenradios der 50er und frühen 60er Jahre. Besonders gerühmt werden die Natürlichkeit und die hervorragende Stimmwiedergabe dieser Klassiker.
Ausgestattet mit Röhrenverstärkern und Breitbandlautsprechern gelang es den damaligen Entwicklern, Produkte zum Leben zu erwecken, die von manchen auch liebevoll als „Musikinstrumente“ bezeichnet werden. Auch heute noch genießen sie trotz der relativ einfachen Technik eine hohe Wertschätzung unter Audiophilen.
Berühmte Spitzengeräte wie das Saba Freiburg oder „die großen Grundigs“ erzielen heute hohe Preise bei Auktionen und Versteigerungen und sind begehrte Objekte der Leidenschaft von Sammlern.
Auch optisch waren diese Geräte außen wie innen eine Pracht: Edle Hölzer, das Magische Auge zur Sendereinstellung und das sanfte Glimmen der Röhren vermittelten einen selten gewordenen Charme, der den meisten modernen technischen Geräten fehlt.
Konstruktiv bedingt und vielleicht auch dem damaligen Zeitgeist entsprechend, waren einige dieser Geräte aber von enormer Größe. Man denke nur an die ausladenden und Wohnzimmer füllenden Musiktruhen.
Was die schieren Abmessungen einer Musikanlage angeht, hat sich heute der Geschmack in Richtung Kompaktheit und harmonischer Integration in den Hörraum entwickelt.
Der Wunsch nach gutem Klang jedoch ist geblieben.
